Presseberichte

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Sonata Andaluz (Ralf Bauer-Mörkens) performed by Coda Duo

Libertango (Astor Piazzolla) performed by CordAria

B-A-C-H (performed by Ralf Bauer-Mörkens)

MULTIPHONICS (performed by Ralf Bauer-Mörkens)

Siesta con ella (performed by Ralf Bauer-Mörkens)

MARIONETTENSPIEL (performed by Ralf Bauer-Mörkens and Christine Siebert)

ICH, BEWOHNERIN EINES SCHNECKENHAUSES (performed by Ralf Bauer-Mörkens and Christine Siebert)

 

Presse: Wiehler Nachrichten vom 07.02.2012
Der Kristall ist dreidimensional – dreidimensional gestaltete „Cristal“ auch den Abend im Burghaus. Mit Musik, mit Texten, mit Skulpturen, die sich zusammen zu einen glänzenden Abend fügten. So hieß auch der Konzertabend: „Drei Köstlichkeiten“. Gitarrist und Komponist Ralf Bauer-Mörkens vermag es, persönlichen Eindrücken und Beobachtungen überraschenden musikalischen Ausdruck zu verleihen. Damit überzeugte er – gemeinsam mit Flötistin Christa Becker und Cellist Hans Wilhelm Thelen – schon mit „Fantaisie Meridional“. Hier hatte er die Landstriche des Mittelmeerraumes vertont und auf ein spanisches „El torro“ folgte ein französisches „La danse de chevaux“ und abschließend ein „La vita“ aus Italien. Extreme Metrenwechsel enthielten die „Fünf Fragmente“ in denen Bauer-Mörkens Ausgrabungen aus der kindlichen Fantasiewelt aufleben ließ. Die launenhaft anmutende Sprache Mozarts enthielt die „Duo Sonate“, die ursprünglich für Cello und Fagott komponiert wurde. Mit viel Ausdruck spielten Hans Wilhelm Thelen und Christa Becker dieses klassische Stück in brillanter Weise. Die Flötistin Christa Becker beherrscht ihre Querflöte ebenso meisterlich wie die Kunst der Improvisation. Ihr Spiel lockt und schmeichelt, interpretiert die Kompositionen in eigenwilligen Klangbildern oder schwebt in einer eigenen Sphäre darüber. Dies erlebten die Gäste im Burghaus ganz besonders bei ihrem Solostück der „Appassionata Sonate op. 140“ von Siegfried Karg-Elert. Für das Zusammenspiel von Gitarre, Cello und Querflöte gibt es nur sehr wenig Original-Literatur. Aber Ralf Bauer-Mörkens hat hier so einige bezaubernde Stücke komponiert. Auch das abschließende „Capricio“, das er auf einem Flughafen während der Wartezeit geschrieben hat. Er vermag eine In-Klang-Setzung des augenblicklichen Eindrucks. Das „Cristal“-Ensemble verbindet mit einem großen Spektrum an Klangfarben die Virtuosität der Klassik mit Avantgarde und Weltmusik. Im zweiten Teil des Konzertes kam dazu noch Text und Bild. Die „Mondklänge“ umfasst zwölf Monde, die die Bezeichnung der Kalendermonate ersetzen. Bauer-Mörkens hat hier die alten deutschen Monatsnamen aufgegriffen, um Texte zu schreiben, denen er zudem Klang verlieh. So der „Hartmond“, bei dem Christa Becker die Querflöte wie der eisige Januarwind erklingen ließ. Sein Bruder Marc Bauer setzte dies in Holz, Stein, Wachs und Farben um. Er erschuf zwölf etwa tellergroße Skulpturen, die auf einem Metallrad von innen nach außen, wie eine Spirale angebracht sind. „Die goldenen Halme wiegen sich im Wind…“, so der Text beim Ährenmond im August. Und so wiegen sich die Halme auf der Skulptur und auch das Spiel der Querflöte ließ musikalisch ein Wiegen der Halme im Wind nachvollziehen. Beim Herbstmond ist die Welt bunt und digital. Auch das Zupfen auf der Gitarre wirkte bei diesem Stück digital. Hervorragend wie Ralf Bauer-Mörkens das umgesetzt hat. Sowohl textlich als auch musikalisch. Und kongenial dazu die Skulptur seines Bruders Marc. Einfach perfekt und so ganz besonders. Wie das ganze Konzert – klassisch, avantgardistisch. So ganz besonders. Vera Marzinski

 

 

Presse: General Anzeiger vom 08.10.2014

Atemlose Stille und Entspannung
Gitarrenkonzert mit Ralf Bauer und Professor Leonhard Beck im Melanchtonhaus am 05.10.2014.

 

SWISTTAL-BUSCHHOVEN. Einer schönen Tradition folgend, wie Pfarrer Ernst Edelmann betonte, hat der Musiker und Komponist Ralf Bauer am Sonntagabend ein kleines Konzert im Melanchtonhaus der evangelischen Kirchengemeinde in Buschhoven gehalten. Einer weiteren Tradition gemäß brachte Bauer einen Gast mit. An diesem Abend präsentierte er mit Leonhard Beck einen ehemaligen Lehrer an der Folkwang Universität in Essen. Die beiden Gitarrenkünstler hatten ihr Konzert unter das Motto „Ritmo y emotion“ gestellt.

 

Viel Emotion war dann auch bei den Soloauftritten Becks zu vernehmen. Mit schwermütigen, melancholischen Weisen des Argentiniers Atahualpa Yupanqui stimmte er das Publikum auf die Musik Südamerikas und speziell auf die folkloristisch anmutenden Werke des wohl bedeutendsten Komponisten Brasiliens, Heitor Villa-Lobos, ein. „In der Musik drückt der Mensch die Seele aus“, soll Villa-Lobos einmal gesagt haben. So ist es folgerichtig, dass er in seinen Präludien 1 und 5 einmal das harte Leben der Menschen auf dem Land, aber auch fröhliche Erinnerung an vergangene Zeiten auszudrücken versucht. Wie auch bei einer Masurka und Sätzen aus einer Etüde versank Beck ganz in der Musik. Mit zumeist weichem Spiel ließ er sein Instrument förmlich singen und erzeugte atemlose Stille und angenehme Entspannung bei den Zuhörern.

 

Mehr Rhythmus hatte Ralf Bauer bei seinen Eigenkompositionen im Gepäck. Bei seinem „Hörspiel mit Musik“ forderte er die Zuhörer auf, ihm auf seinen Wanderungen durch die Welt zu folgen. Die Geschichten der steinernen Gebilde, auf die er unterwegs traf, hatte er in Musik umgesetzt. Er stellte dabei sphärische Klänge neben verstörende Akkorde, tänzerische Rhythmen neben samtige Melodien. Bei „Siesta in Andalusien“ dagegen war der Einfluss spanischer Rhythmen unüberhörbar.

 

Zum Schluss erfreuten die beiden Musiker mit Werken von Bauer, temperamentvollen Tempi und perfektem Zusammenspiel das Publikum. Sba ( General Anzeiger 8.10.14 )